Der deutsche Wohnungsmarkt zeigt Anzeichen einer Erholung, wie die aktuellen Zahlen des Statistischen Bundesamtes belegen. Im Januar stiegen die Baugenehmigungen bereits zum zweiten Mal in Folge deutlich an, und zwar um 6,9 Prozent oder 1200 auf insgesamt 18.000 Wohnungen. Dies markiert den größten Zuwachs seit Anfang 2022 und deutet auf eine mögliche Trendwende hin.
Besonders bemerkenswert ist der Anstieg bei Einfamilienhäusern, wo die Genehmigungen um 21,7 Prozent auf 3400 zulegten. Im Gegensatz dazu verzeichneten Zweifamilienhäuser einen Rückgang um 10,1 Prozent auf 1000 Genehmigungen. Bei Mehrfamilienhäusern, der größten Kategorie nach Anzahl der Wohnungen, wurde ein Anstieg um 5,8 Prozent auf 9800 Wohnungen verzeichnet.
Diese Entwicklungen deuten darauf hin, dass sich der Tiefpunkt der Wohnungsbaukrise möglicherweise überschritten hat, und geben Hoffnung auf eine Erholung des Marktes in den kommenden Monaten.
Die Statistiker erklärten, dass die Zahl der erteilten Baugenehmigungen seit April 2022 kontinuierlich im Vergleich zum jeweiligen Vorjahresmonat gesunken war. Im Jahr 2024 erteilten die Behörden Genehmigungen für 215.900 Wohnungen, was der niedrigste Wert seit 2010 darstellt. Die gestiegenen Zinsen und hohen Kosten für Baumaterialien haben in den vergangenen Jahren viele potenzielle Bauherren abgeschreckt und den Wohnungsbau deutlich gebremst.
Eine Trendwende erwarten die sogenannten Immobilienweisen in ihrem kürzlich veröffentlichten Frühjahrsgutachten jedoch nicht. Ihren Prognosen zufolge wird die Zahl der Baugenehmigungen voraussichtlich bei rund 210.000 liegen, was im Vergleich zu 2023 einen Rückgang von 45 Prozent bedeuten würde. Die aktuellen Baugenehmigungen gelten als Frühindikator für die Neubauten der kommenden Jahre. Für 2025 gehen die Immobilienexperten davon aus, dass nur etwa 230.000 neue Wohneinheiten entstehen werden – weit weniger als die ursprünglich von der scheidenden Bundesregierung angestrebte Zielmarke von 400.000.
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